Poka Yoke

Poka Yoke stammt aus Japan und wurde von Shigeo Shingo als Teil des Toyota-Produktionssystems eingeführt. Das Wort „Poka“ steht für „unbeabsichtigter Fehler“, „Yoke“ bedeutet „vermeiden“. Dieser Ansatz verfolgt daher nicht das Ermitteln und Verbessern eines Fehlers, sondern ist darauf gerichtet, Fehler von vornherein zu vermeiden. Poka Yoke wird eingesetzt, um Prozesse so zu gestalten, dass das Auftreten von Fehlern nahezu unmöglich wird.

DIE 5 SCHRITTE

Ein Poka Yoke besteht aus folgenden 5 Schritten:

  • Beschreiben Sie den Defekt;
  • An welcher Stelle wird der Defekt verursacht? Stellen Sie entsprechende Nachforschungen an und begeben Sie sich zum Gemba. „Gemba“ bedeutet „Arbeitsort“. Hierbei handelt es sich um den Ort, an dem der Prozess stattfindet und die Ursachen versteckt liegen;
  • Analysieren Sie den Prozess, welcher den Fehler verursacht;
  • Was ist die grundlegende Ursache des Defekts? Gehen Sie dieser Frage auf den Grund;
  • Überlegen Sie sich ein Poka Yoke, welches Sie implementieren. Sorgen Sie dafür, dass der Fehler in Zukunft nicht mehr auftreten kann.

3 ARTEN VON POKA YOKE

Man unterschiedet 3 Arten von Poka Yoke:

  • Visuelle Hilfsmittel: Diese Mittel sind sichtbar und veranschaulichen die Arbeitsweise. Hierbei kann es sich unter anderem um ein Verkehrsschild handeln, welches die Fahrtrichtungen angibt;
  • Visuelle Steuermittel: Diese Mittel warnen bei Abweichungen und steuern das Verhalten. Beispielsweise eine Schranke, die verhindert, dass Sie eine bestimmte Richtung einschlagen;
  • Failsafe: Mittel, die Menschen zu etwas „zwingen“. Es gibt beispielsweise keine andere Abbiegemöglichkeit, um einen bestimmten Ort zu erreichen.

HÄUFIG VERWENDETE TOOLS BEIM POKA YOKE

Bei einem Poka Yoke gelangen verschiedene Lean Tools zum Einsatz:

  • Process Mapping: eine visuelle Übersicht des Prozesses innerhalb der Organisation;
  • 5 Warums: Indem Sie sich 5 Mal die Frage nach dem Warum stellen, nähern Sie sich dem Kern des Problems immer mehr an und gelangen schließlich zur Lösung;
  • Go to the Gemba: Begeben Sie sich zum Arbeitsort. Hier finden die Prozesse statt und hier liegen auch die Fehlerursachen;
  • Cause and Effect Diagram: ein Tool, das Probleme aufzeigt. Hiermit können Sie die Produktionsprozesse verbessern und die Qualität kontrollieren;
  • FMEA (Six Sigma): steht für Failure Modes and Effects Analysis. Es ist ein System, welches die Gestaltung eines Produkt- oder Servicesystems analysiert und etwaige Fehler identifiziert. Anschließend werden Schritte unternommen, um diese zu verhindern/zu minimieren.

POKA YOKE ALS BESTANDTEIL UNSERES KURSANGEBOTS

Poka Yoke ist Bestandteil aller unserer Green Belt en Black Belt Ausbildungen. Für weitere Informationen zu diesen Ausbildungen können Sie unser Kursprogramm anfordern. Darin finden Sie Informationen über die Programme, Vorbereitung, Praktika und Prüfungen. Wenn Sie Fragen haben, können Sie selbstverständlich auch Kontakt mit uns aufnehmen. Wir helfen Ihnen gern weiter!